Entschleunigung Herbst Rotbachtal

Kennt Ihr das Gefühl, wenn Euch Stress und all das Leid der Welt schwer auf der Brust liegt und Euch die Kehle zuschnürt? Dann wird es höchste Zeit für eine Entschleunigung, Zeit – wieder zu sich selbst zu finden und sich und vor allem die Seele von der Last zu befreien.

Ich bin ein lebensfroher Mensch, der gerne lacht. Ich bin aber auch ein Sensibelchen, das sich alles sehr zu Herzen nimmt und es oft nicht schafft, den nötigen Abstand zu den vielen schlechten Nachrichten auf dieser Welt und den daraus entstehenden Sorgen zu halten. Hinzu kommt noch der ganz normale alltägliche eigene Stress mit Job, Familie & Co. Das geht eine Zeit lang gut und dann merke ich, wie ich unruhig werde, nervös und hibbelig. Ich bewundere diejenigen, die es schaffen, die nötige Distanz zu solchen Dingen zu halten. Wenn ich merke, dass mich dieser Ballast zu erschlagen droht, wird es höchste Zeit für eine Entschleunigung.

Entschleunigung Herbst Rotbachtal

 

Entschleunigung

Raus in die Natur

 

Entschleunigung Herbst Rotbachtal

Ich bin eine absolute Heimatpflanze. Ich bin in Dinslaken in NRW geboren, lebe heute noch hier und möchte auch gar nicht woanders leben. Dinslaken liegt am Rande des Ruhrgebiets am Niederrein. „Unser“ Rotbachtal hat einen ganz besonderen Stellenwert für mich und wird es immer haben. Ich verbinde es ganz intensiv mit meiner Kindheit, denn hier habe ich die schönsten Abenteuer im Wald erlebt, bin auf dem Rotbachsee Schlittschuh gelaufen und habe Froschlaich aus den anliegenden Tümpeln in Eimern nach Hause geschleppt, um zu sehen, wie sich aus den Kaulquappen kleine Fröschchen entwickeln – um nur einiges zu nennen. Genau hier, wo mich diese flauschig-warmen Erinnerungen immer wieder berühren, kann ich am besten zur Ruhe kommen und in mich gehen.

Entschleunigung Herbst Rotbachtal

Der Duft des Waldes ist einmalig schön, so würzig und intensiv. Vögelchen zwitschern und hier und da hört man es im Unterholz knacken. Wenn die Sonne durch die Baumwipfel scheint, hat das etwas Märchenhaftes und Mystisches an sich.

Entschleunigung Herbst Rotbachtal

Nicht die Augen verschließen – überall gibt es etwas zu entdecken. Versucht einmal, ein paar Minuten schweigend durch den Wald zu laufen und den Augenblick zu genießen. Lasst die Geräusche auf Euch wirken. Jede Jahreszeit hat ihre ganz besonderen Reize.

Entschleunigung Herbst Rotbachtal

An sich zwar nichts Spektakuläres, aber trotzdem wunderschön, was die Natur zu bieten hat, wie hier die putzigen Gesellen mit ihren Hütchen.

Entschleunigung Herbst Rotbachtal

Diese Schönheit begrüßte mich mitten im Wald auf einer kleinen Lichtung.

Entschleunigung Herbst Rotbachtal

Die Farben, die der Herbst hervorbringt, sind einmalig und inspirierend.

Ein solch bewusster Spaziergang ist wie eine Befreiung für mich. Er hilft mir dabei, ganz bei mir zu sein und all die Sorgen zurückzulassen. Danach fühle ich mich viel besser und wenn sich irgendwann wieder die Lasten zu sehr aufgestaut haben, mache ich mich erneut auf den Weg.

Entschleunigung Herbst Rotbachtal

Wie geht Ihr mit Stress und Sorgen um? Was hilft Euch bei der Stressbewältigung?

Herzliche Grüße –

Eure

Unterschrift

34 KOMMENTARE

  1. Sehr schön geschrieben und tolle Fotos!!!
    Wie Du weißt bin ich eher „robust“ und wenn es doch mal zuviel wird ( was vielleicht alle 10 Jahre vorkommt), könnte es sein das irgendjemand das zu spüren bekommt per Wutausbruch 😉 Danach ist alles wieder gut. Und wenn nicht – gehe ich einfach schlafen.
    LG Perdita

    • Huhu Perdita,

      lieben Dank! Sei froh, dass du es schaffst, die Dinge nicht ganz so an dich ran zu lassen. Bei deinem Wutausbruch möchte ich allerdings nicht gerade neben dir stehen! 😉 🙂

      Herzliche Grüße zurück –

  2. Liebe Tati,
    welch wunderwunderschöne Fotos. Ich tanke auch – wie Du weißt – Energie und Kraft in der Natur rund um meine Heimat. Alles ist so vertraut und man fühlt sich geborgen.
    Dass der Ballast Dich fast erschlägt gefällt mir allerdings gar nicht und erschreckt mich. Eigentlich geht es uns doch prima und wir können uns glücklich schätzen. Ich wünsche Dir mehr solcher Momente und die nötige Gelassenheit. Daraus entsteht Zufriedenheit und Glück.
    Ich drück Dich,
    Deine Marioni

    • Huhu Marioni,

      ich denke, das wird in diesem Leben nichts mehr mit mehr Gelassenheit. Leider! Es hat nichts damit zu tun, dass es uns eigentlich gut geht, manchmal sauge ich all das Elend und das Leid der ganzen Welt förmlich in mich auf und dann erstickt es mich fast. Ich kann halt nicht aus meiner Haut raus. Zum Glück ist das nicht die Regel und kommt nur ab und an vor. 🙂

      Dicken Drücker zurück –

      • Liebe Tati,

        das hätte ich ja überhaupt nicht in dir vermutet, du Liebe. Irgendwie geht es mir manchmal ähnlich wie dir. Mir tut alles leid, ich fiebere mit Menschen in schlimmen Situationen und helfe denen, von denen ich glaube, dass sie es nötig haben. Und alle Ungerechtigkeit und Bösartigkeit in der Welt machen mich total wütend – wütende Ohnmacht.
        Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass solche Situationen wirklich nicht zu oft auf dich treffen und drücke dich

        deine Sabine

        • Hach ja Sabine, dann verstehst du, wie ich mich manchmal fühle. Die Wenigsten, die mich nicht richtig kennen, würden das vermuten. Bin ein totales Sensibelchen und eine Dramaqueen dazu. 😉

          Dicken Drücker zurück!

  3. Die Natur und besonders der Wald kann helfen, dass haben wir ja auch bei Kneipp gelernt:) Da der Wald bei uns nicht weit weg ist, kann ein kleiner Spaziergang schon genügen. Mir hilft aber auch autogenes Training. Eine Ärztin hat mir einen Trick verraten. Es heißt immer :“Ich bin ruhig und gelassen. Der rechte Arm wird schwer usw.“ Dann meldet sich unser Verstand: „Ich bin doch nicht ruhig und mein Arm ist auch nicht schwer,“ und schon funktioniert das autogene Training nicht. Besser ist es, zu denken: „Ich möchte ruhig und gelassen sein und mein rechter Arm soll schwer werden.“
    LG Elke

    • Huhu Elke,

      das stimmt, das Wochenende bei Kneipp hat mir wieder einmal mehr klar gemacht, dass man viele Dinge viel bewusster erleben sollte. Danke für deine lieben Worte, da ist echt was dran mit dem autogenen Training und klingt plausibel. 🙂

      Viele liebe Grüße zurück –

  4. Liebe Tati,
    die Natur ist die beste Medizin!
    Der Frieden und die Ruhe geben so viel Kraft und Positives zurück, es sollte jeder einen Wald vor der Haustür haben.
    Wunderschöne Bilder hast du da gemacht, das Springkraut sieht wie ein Gemälde aus.
    Ich wünsche dir, dass deine Sorgen mit dem Herbstwind verwehen und dass du immer wieder gestärkt aus der Natur zurück kommst.
    Herzliche Grüße,
    Annette

    • Huhu liebe Annette,

      du hast absolut recht, die Natur gibt mir Ruhe und Frieden und erdet mich immer wieder. Einfach wundervoll.
      Das hast du schön geschrieben. Vielen Dank für deine lieben Worte. 🙂

      Herzliche Grüße zurück –

  5. Liebe Tati,
    wunderschön 🙂 Ich bleibe trotzdem in meinem Schwabenländle. Hundert Meter die Straße rauf bin ich im Wald und so eine Runde tut wirklich gut (vor allem, wenn man dann noch im Naturfreundehaus kurz einkehren kann). Mache ich leider viel zu selten, wenn mir alles zuviel wird, ziehe ich mir gerne die Decke im Bett über den Kopf.
    Die putzigen Gesellen sind übrigens Platterbsen, die haben wir hier im Burgholz auch 🙂
    Liebe Grüße
    Kerstin

    • Huhu Kerstin,

      im Schwabenländle ist es sicherlich auch wunderschön. Heimat ist wunderschön und ich denke, es gibt viele schöne Plätzchen hier auf Erden. Manchmal offensichtlich, manchmal muss man vielleicht ein wenig genauer hinsehen. Wer in einer Großstadt lebt, der empfindet vielleicht seinen kleinen mit viel Grün ausgestatteten Balkon als Wohlfühloase. Ich habe festgestellt, dass man viel zu oft durch den Alltag läuft ohne genau hinzuschauen. Es sind ja oft die kleinen Dinge, die einen berühren. 🙂

      Platterbsen – wieder was dazu gelernt! 😉

      Liebe Grüße zurück –

  6. Tolle Fotos! Aufgewachsen in einem kleinen Dorf, lebe ich heute in der Großstadt. Deswegen bin ich auch so hektisch. 😉 Mir hilft der Blog, ein heißes Bad oder ein Abend mit den Mädels in einer Bar um abzuschalten. Tatsächlich auch wenn es dort laut zugeht, Hauptsache mal raus.
    Auch gerne eine Runde joggen, besonders im Herbst. Früher bin ich 3-4 mal die Woche gelaufen. Wenn die Kinder größer sind, will ich auf jeden Fall wieder loslegen.
    Liebe Grüße, Anjanka

    • Huhu Anjanka,

      das ist sicherlich ein krasser Schritt, wenn man von einem kleinen Dorf in die Großstadt zieht. Der Blog hilft mir auch oft dabei runterzukommen. Dabei kann ich abschalten und gegen einen lustigen Mädelsabend spricht definitiv auch nichts. Manchmal brauche ich allerdings die Ruhe der Natur, um mich wieder richtig zu erden. 🙂

      Liebe Grüße zurück –

  7. Huhu Tati,

    oh wie du Recht hast! Das sollte man sich wirklich ab und zu gönnen! Ich wäre am Liebsten mitgelaufen!
    Ich hoffe, es hat funktioniert und du bist wieder ein wenig runter gekommen… 🙂

    Liebste Grüße und ein schönes Wochenende
    Sabine

    • Huhu Sabinchen,

      hach ja, mit dir würde ich gerne mal ne Runde laufen und die Seele baumeln lassen! 🙂

      Dankeschön, dir ebenso ein schönes Wochenende und liebste Grüße zurück –

  8. Solche Auszeiten finde ich auch immer sehr wichtig. Ich brauche das auch. Ich tanke Kraft, wenn ich mit dem Hund durch Wiese und Felder gehe, gerade im Herbst bei den tollen Farben eine Wohltat.
    Wünsche dir ein entspannendes Wochenende
    Liebe Grüße
    Susanne

    • Huhu Susanne,

      das stelle ich mir auch absolut entspannend vor, wenn man mit seinem Hundi durch Wiesen und Wälder streift. Herrlich!

      Ganz liebe Sonntagsgrüße –

  9. Alles was mich bedrückt und mir nicht aus dem Kopf will versuche ich aufzuschreiben. Über manche Dinge hilft es sich mit anderen Menschen auszutauschen.

    Über viele Dinge macht man sich unnötig Stress und da hilft es einfach mal die Perspektive zu wechseln.

    Bei einem Spaziergang an der frischen Luft kann ich mich am besten reflektieren und neu ordnen.

    • Hallo Ariane,

      sich den Kummer von der Seele zu schreiben, halte ich für eine gute Idee. Vielleicht versuche ich das mal. Lieben Dank! Reden hilft mir auch meistens dabei, mit Problemen umzugehen, aber manchmal brauche ich einfach diese absolute Ruhe für mich ganz alleine, um den Kopf frei zu bekommen.

      Herzliche Sonntagsgrüße –

  10. Liebe Tati,
    da geht es mir so wie Dir. Wenn ich mal eine Auszeit braucht oder einfach nur mal über etwas nachdenken muss, dann gehe ich gerne in die Natur und zwar am liebsten an den Rhein. Ich bin in wenigen Minuten dort und genieße einfach die Ruhe, wenn man auf den Fluß schaut und das Wasser dahinfließen sieht. Da komme ich dann mit neuer Energie oder auch einem neuen Gedanken zu einem Problem zurück.
    Liebe Grüße
    Sunny

    • Moin Sunny,

      oja, am Rhein laufe ich auch sehr gerne. Du hast recht, das ist auch sehr beruhigend, einfach den Blick schweifen und die Seele baumeln zu lassen. Für dich ist es wirklich nur ein Katzensprung, zum Glück bin ich mit dem Auto auch schnell dort. 🙂

      Viele liebe Grüße zurück –

  11. Liebe Tati,

    welcher Star-Fotograf ist denn hier in dir erwacht. So wunderbare und professionelle Fotos, wie du sie gemacht hast, mag ich sehr. Ich musste immer wieder zurückscrollen und sie mir ansehen.

    Ich brauche auch die Natur zum Runterfahren. Es geht mir immer besser, je länger und weiter ich laufe.

    Liebste Grüße und einen dicken Drücker
    Sabine

    • Liebe Sabine,

      vielen vielen Dank für deine Komplimente. Ich liebe das Fotografieren, auch wenn ich nur ein Laie bin. Die Natur bietet immer wieder ganz wunderbare Motive. 😀

      In der Natur kann man am besten entschleunigen. 🙂

      Liebste Grüße zurück –

  12. Hallöchen

    ein sehr schöner Beitrag. Wenn es mir wirklich mal zu viel wird dann gehe ich einfach spazieren aber ich muss sagen ich bin ein sehr gelassener Mensch bis sich was bei mir angestaut dauert das schon eine Weile. Ich bin ehr der Mensch der gleich die Meinung sagt auch wenn es nicht immer passt 🙁
    Am liebesten schnappe ich mir aber meine Kamera und gehe in die Natur und schalte ab.

    Liebe Grüße Moni

    • Hallo Moni,

      lieben Dank! Es ist bestimmt befreiend, wenn man sofort ehrlich die Meinung sagt, auch wenn es manchen dann vielleicht vor den Kopf stößt. Alles in sich reinzufressen bis man platzt, kann ganz schön belastend sein. Vielleicht sollte ich mal versuchen, die Mitte zu finden. Eins steht aber fest, in der Natur kann ich auch am besten abschalten. 🙂

      Liebe Grüße zurück und ein schönes Wochenende –

      • Hallöchen

        Ja jeder sollte seine Mitte finden und damit zu recht kommen. Aber das beste ist immer gleich raus damit bevor man den ganzen Tag mit Magenschmerzen rum läuft.

        Liebe Grüße Moni und einen ruhigen Sonntag

        • Moinsen,

          ja, du hast recht, besser raus damit als in sich reinzufressen und Bauchweh zu bekommen! Ich arbeite dran! 🙂

          Einen guten Start in die Woche und liebe Grüße zurück –

    • Huhu Isa,

      vielen Dank, freut mich, dass dir die Fotos gefallen! 🙂

      Das sehe ich auch so. Die Zeit ist leider an sich schon so hektisch und „schnell“, da muss man sich einfach manchmal erden, sonst dreht man am „Rad“. 😉 🙂

      Ein schönes Wochenende und herzliche Grüße –

Kommentieren

Bitte hier den Text eingeben!
Bitte hier den Namen eingeben